"Warum bin ich eigentlich hier?"
Shownotes
In dieser Folge wird es wieder einmal ganz persönlich: Wir sprechen über Ängste, erste Herausforderungen, das Ankommen und die Momente , in denen aus einem neuen Zuhause ein echtes Zuhause wird. Ehrliche Geschichten, überraschende Antworten und Einblicke, die mit so manchem Seniorenheim-Klischee aufräumen.
Transkript anzeigen
00:00:14: Hallo zusammen, mein Name ist Janssoum.
00:00:16: Die Bewohnerinnen und Bewohner kennen mich auch als Frau Fröhlich die Kolleginnen und Kollegen als Chaos Green.
00:00:22: und somit herzlich willkommen zu einer neuen Folge Neues aus dem Fuchsbau.
00:00:26: das heutige Thema ist warum bin ich eigentlich hier?
00:00:29: Hierzu begrüße ich herzlich frau Vogt.
00:00:32: hallo
00:00:33: frau Schmidt hallo und herr Ludwig.
00:00:37: Die erste Frage für heute würde ich gerne an Sie stellen, Frau Vogt.
00:00:41: Was haben sie gedacht als Sie erfahren haben, dass Sie hier einziehen?
00:00:45: Das habe ich gar nicht erfahren!
00:00:47: Man hat mich einfach hingeschleppt
00:00:49: von der Betreuerin.
00:00:50: Ja genau.
00:00:52: Ich bin nicht danach gefragt worden ob ich das wollte oder nicht.
00:00:56: Ich wollte das natürlich nicht Aber meine Katastrophalen Zustände zu Hause waren so, dass ich mir zu Hause nicht mehr selber helfen konnte.
00:01:07: Und ich muss auch sagen, ich habe eine Woche nichts zu essen gehabt – gar nix.
00:01:12: Kein Geld mehr gehabt, gar niks mehr!
00:01:14: Ja und aus dem Grund hat sie mich dann hingeschickt, da die hier wenigstens wieder einigermaßen normales Leben hat.
00:01:21: Hatte ich ja nicht mehr...
00:01:22: Okay.
00:01:23: Ja?
00:01:24: Man hat mir an meine ganze Wohnung leer beräumt und so, ich hab nichts mehr, was ist das, was mir lieb und schön war ... Da kam ich gar nicht mehr dran hinterher.
00:01:33: Ich konnte ihn nicht mehr mitnehmen die Sachen.
00:01:35: Und die waren wirklich wertvoll.
00:01:37: CDs zum Beispiel.
00:01:39: Fotoalben.
00:01:40: Alles das, wat mir liebt und teuer war.
00:01:44: Also war das eher ein Überraschungsumzug.
00:01:45: Jetzt kannst du auch laut sagen ja.
00:01:47: Mhm.
00:01:49: Und wie fühlen Sie sich jetzt?
00:01:51: Wenn Sie so zurückdenken?
00:01:53: Dass es vielleicht auf eine Art und Weise gut war, dass er zurückgekommen ist.
00:01:57: Sonst ... Ich weiß nicht wo ich gelandet wäre oder wie weit.
00:02:01: Vielleicht hätte ich irgendwann tot in der Wohnung gelegen, das hätte auch passieren können, weil ich ja nichts für zu essen hatte, ne?
00:02:08: Gott bewahre!
00:02:09: Es war schon so, dass die Krankenwagen kamen den einen letzten Abend zwar gesagt haben wir haben keinen Grund sie mitzunehmen Und sie haben mich trotzdem mitgenommen.
00:02:21: Das war mein Glück, ne?
00:02:24: Mir ist mein Krach hinausgegangen und da erst mal aufgepäppelt worden gegessen usw.
00:02:30: Dann bin ich auch noch einmal zu Hause gewesen kurz aber nicht mehr lange und dann hat man mich dann eben hierhin geschickt.
00:02:40: Also war das ja doch eine gute...
00:02:42: Ja, eine gute
00:02:44: Lösung.
00:02:45: Ich wollte nicht hierhin auf gar keinen Fall.
00:02:49: Aber schön, dass Sie trotzdem hier sind.
00:02:52: Frau Schmidt?
00:02:54: Was war für Sie am Anfang am schwierigsten hier?
00:02:57: Ich konnte nicht laufen!
00:02:59: Oh...
00:03:00: ich bin durch so viele Krankenhäuser.
00:03:03: zuletzt war ich in Felbert und dann hat man mich hier also genommen und hat mich dahin gesetzt ja und dann bin ich von auslädeln ganzen Krankenhäusern hierher.
00:03:17: okay
00:03:18: Und da hatte ja meine Tochter dann das Zimmer, und da bin ich jetzt dann auch reingekommen.
00:03:24: Ich konnte aber nicht mehr laufen!
00:03:26: Sie saßen also als sie hier eingezogen sind im Rollstuhl?
00:03:30: Meine Muskeln
00:03:32: haben versagt.
00:03:33: Also das war ganz
00:03:34: schlimm.
00:03:35: Aber um das einmal für die Zuhörerinnen zu erklären... ...sie können ja jetzt wiederlaufen zum Glück ne?
00:03:42: Ja, mit dem Rollator.
00:03:44: Ich hab auch was getan.
00:03:46: Ja, ich hab ja auch dran gearbeitet und zu Hause auch noch das Entschuldigen, wenn ich mich jetzt dazwischenmache.
00:03:53: Zuhause hat das Problem gehabt mit meiner Atose.
00:03:56: Ich konnte der Treffer nicht mehr rauf und runter, ich konnte gar nichts mehr machen.
00:04:00: Auch in der Wohnung nicht mehr putzen
00:04:01: usw.,
00:04:02: alles.
00:04:03: Ich muss ehrlich sagen, zuletzt hatte es bei mir ausgesehen wie einer Messie, obwohl ich keine Messie bin.
00:04:10: Und hier habe ich aufgrund des Rolators auch wieder gelernt, zu laufen.
00:04:17: Richtig zu laufen!
00:04:17: Ich hab keine Schmerzmähne, Knie, gar nix mehr.
00:04:21: Ich hab mir wieder Bücken und so, aber trotzdem muss ich noch viel an mich drohen.
00:04:25: Dafür habe ich jetzt diese Zimune.
00:04:28: Die macht er mit mir jetzt.
00:04:29: Genau... Also das wäre doch für beide von Ihnen Vorteile?
00:04:37: Ja.
00:04:37: Sehr schön.
00:04:39: Herr Ludwig Was war für Sie Ihre größte Sorge, als Sie hier eingezogen sind?
00:04:44: Die größte Sorgen war meine
00:04:45: Frau.
00:04:47: Die war bereits hier im Hause und dummerweise bin ich dann auch gestürzt... ...und habe mir den Oberschenkel
00:04:57: gebrochen.
00:04:58: Und im Krankenhaus war kein Platz für eine Reha.
00:05:04: Und da schand ich von der
00:05:05: Wahl
00:05:06: entweder ich komme hierhin Aber in meine Wohnung kunde ich ja nicht, konnte ja keine Träume stecken.
00:05:13: Wegen dem Bruch?
00:05:15: Ja
00:05:16: und dann bin ich hier geblieben und bin dann auch zu Reha später gekommen und seitdem kann ich wieder einigermaßen am Rollstuhl laufen und die Damen haben mir hier das Laufen mehr oder weniger beigebracht.
00:05:36: Sehr schön!
00:05:37: Vor allen Dingen das Treppensteigen.
00:05:41: Ja,
00:05:42: aber auch wenn man muss dabei bleibt und immer trainieren.
00:05:45: Ja da stimmt damit man fit bleibt.
00:05:48: Hier mit der Physiotherapeutin treppen
00:05:51: hoch, treppen runter
00:05:53: viel habe ich alles gemacht.
00:05:55: jetzt kann ich das wieder machen und jetzt kann Ich auch zu meiner Tochter weil ich die Treppen wieder hoch steigen kann.
00:06:01: Und vor allen Dingen darf man das nachher alleine machen.
00:06:06: Ja, ich bin
00:06:07: da alleine.
00:06:08: Zunächst einmal nur mit Physiotherapeutin
00:06:13: und
00:06:14: danach darf man da allein tun,
00:06:16: ja?
00:06:17: Das ist doch schön zu hören!
00:06:20: Man muss jeden Tag etwas tun sonst lässt man nachkörperlich
00:06:25: auch hier.
00:06:26: Jeden Tag, also die Straße
00:06:27: hoch.
00:06:29: Mit dem Rollleiter.
00:06:31: Sehr schön so bleibt man fit.
00:06:34: So, die nächste Frage einmal an die Runde.
00:06:37: Gab es einen Moment in dem Sie gemerkt haben jetzt bin ich wirklich angekommen?
00:06:42: Ich muss ehrlich gesagt sagen
00:06:44: nein.
00:06:45: Nein okay warum?
00:06:47: Weil ich mich immer dagegen gewährt habe in den Altenheim zu gehen weil ich noch zu jung dafür bin.
00:06:52: Ich finde das ist seventy-two und ich hab auch eine andere.
00:06:57: Ich will mal sagen auf gut Deutsch sage ich war Flausel im Kopf die ich auch gerne noch weiter irgendwie ... weiterführen möchte oder zu weiterleben möchte.
00:07:09: Und das gibt's hier nicht?
00:07:12: Ja, nee, anscheinend nicht.
00:07:14: Nee, dort nicht, aber... Ich will mal so sagen, ich geb mich so wie ich immer war und werde mich auch nicht ändern.
00:07:21: Warum?
00:07:22: Weil ich hier bin, sehe ich nicht ein!
00:07:26: Ich höre gerne meine Musik, die ich immer gerne gibt.
00:07:29: Odi ist vor allem in den Sechziger-Siebzigerjahren.
00:07:32: Natürlich aber weiter gerne Musik überhaupt und naja, sonst ist alles so wie es normalerweise so ist.
00:07:42: Ja man darf seine Musik ja auch haben, das ist ja auch in Ordnung und nur weil man quasi hier einzieht heißt es nicht dass man sich komplett verändert macht.
00:07:52: Sie dürfen immer noch sie selbst sein, das sollen sie auch Wenn sie Menschen oder wenn Menschen, die mögen.
00:07:59: Ich möchte nicht
00:08:00: so ändern und
00:08:02: nur weil ich hier bin.
00:08:04: Also wie gesagt, ich bleib so wie ich immer war mein ganzes Leben lang Und könnte sich jeder mit mir anständig unterhalten.
00:08:12: Ich mache auch gerne Spaß.
00:08:13: Ich mach auch gerne alles.
00:08:16: Okay wir sehen das denn die anderen glaube es bei ihnen ein moment wo sie sagen oder wo Sie gesagt haben ja jetzt Jetzt bin ich angekommen.
00:08:24: Ich bin alleine durch meinen Mann.
00:08:27: Der ist hier oben, in der dritten Etage gewesen.
00:08:30: Ja.
00:08:31: Vor ein paar Jahren, er ist schon ein paar Jahre tot.
00:08:34: Da bin ich ja fast jeden Tag hierher gekommen.
00:08:37: Also war ich ja schon mal damit vertraut mit dem
00:08:39: Ganzen.
00:08:40: Mit dem Haus
00:08:41: auch?
00:08:42: Das Ganze
00:08:43: drum und dran.
00:08:44: Aber
00:08:46: das ist
00:08:48: gut so!
00:08:49: Also würden Sie sagen sie sind angekommen?
00:08:50: Ja.
00:08:51: Das ist schön.
00:08:52: Herr Ludwig wie sehen Sie das?
00:08:54: Ich
00:08:55: sowieso, ich habe keine Berührung für Ängste.
00:08:59: Und ich kann mit jedem reden und wer das möchte... ...und fühle mich an der vom ersten Tag an wohl hier.
00:09:09: Sehr schön!
00:09:10: Das ist doch super!
00:09:12: Was ist das typische Seniorenheim-Klischee?
00:09:15: Dass überhaupt nicht
00:09:17: stimmt?!
00:09:18: Altenheim.
00:09:19: Wenn die Leute hören man is im Altenhain,
00:09:22: dann gucken sie an Alte Leute.
00:09:25: Nur
00:09:25: alte Leute!
00:09:26: Ja, ich bin jetzt eighty-fünfe.
00:09:29: Wow, sieht man
00:09:29: nicht?
00:09:31: Aber sitz doch oben um.
00:09:34: Sie hier rum sind doch nur gleichartige.
00:09:37: Ja ja sie sind auch so im Leben.
00:09:38: Ich bin ninety-neinzig.
00:09:40: Wie mein Mann der würde die
00:09:42: ninety-sehn.
00:09:45: Und da ist ja kein Schwierigkeiten mit den Leuten zu sprechen.
00:09:51: Da gibt's
00:09:52: auch einige, die das nicht können.
00:09:55: Aber deshalb kann man doch denn mit denen reden?
00:09:58: Ja,
00:09:59: klar!
00:10:00: Sehr gut, Ludwig.
00:10:01: Die gucken mich immer so komisch an...
00:10:03: Ich sieh?
00:10:04: Nein!
00:10:06: Wollte
00:10:06: ich sagen... Nein!
00:10:08: Diejenigen,
00:10:09: die Jens ist schon mal so ein bisschen...
00:10:11: Ja, da hat gestern eine Dame zu mir gesagt.
00:10:15: Sie sind alle ein bisschen blimp blimp.
00:10:17: Das hat jemand
00:10:18: anders mitgekriegt
00:10:20: und... Da war sie sehr böse.
00:10:23: Man muss ja auch nicht sich mit jedem unterhalten und man muss hier auch nicht... ...sich mit jedem verstehen, ne?
00:10:32: Frau Vogt was sagen Sie denn?
00:10:34: Gibt es irgendein Klischee was überhaupt nicht
00:10:37: stimmt?
00:10:37: Altenheim?
00:10:38: ganz einfach sage ich mal Altenheim weil ich denke Leute die in ein Pflegeheim gehen dass sie damit dann darauf abgestempelt werden, zum Beispiel richtig greif zu sein fürs Altenheim.
00:10:55: Aber nicht sind und so, ne?
00:10:57: Also ich finde das hier nicht so wie ein Altenheim oder Pflegeheim oder so
00:11:03: sehr modern.
00:11:04: Ja aber das versuchen die alle Mitarbeiter ja
00:11:07: auch gerne.
00:11:08: Ich komme nicht mit jedem.
00:11:09: klar will ich auch gar nicht.
00:11:11: okay
00:11:12: da störe ich mich nicht mehr dran da gehe ich gar nicht mehr hin Weil ich die Erfahrung hier gemacht habe, es ist nicht jeder gleich.
00:11:21: Genau!
00:11:21: Wir sind alles unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Erkrankungen.
00:11:28: Wir wissen vielleicht auch nicht, wenn jemand vor uns sitzt welcher Erkrankung erhält.
00:11:33: Und eins muss ich sagen... Es ist mir von Anfang an sauer aufgestoßen dass wir Leute rausgetragen werden im Deckel drauf würde ich mal so sagen und man das mitköcht.
00:11:47: Das ist das, was mich stört.
00:11:50: Jetzt erliegen Sie gleich
00:11:51: etwas
00:11:52: zu?
00:11:53: Herr Ludwig, erzählen Sie ruhig!
00:11:55: Am Ende kann ich dann auch etwas dazu sagen.
00:11:58: Ich habe mit dem Chef gesprochen und hab den Chef gefragt, ob die nicht unten durch den Keller rausgebracht haben.
00:12:07: Dann hat der Chef zu mir gesagt, sie sind durch den Hauptengang reingekommen.
00:12:17: Das muss man akzeptieren.
00:12:19: Ja,
00:12:19: genau.
00:12:21: Das sind also Tatsachen und die können wir nicht
00:12:24: ... Können wir nicht abwenden?
00:12:27: Genau das ist leider so.
00:12:29: Ich verstehe natürlich, dass ihnen das nicht gefällt oder dass sie das nicht gerne sehen aber schlussendlich gehört das ja auch zum Leben.
00:12:40: Klar, das
00:12:40: weiß ich wohl auch.
00:12:42: Dann kommen wir doch weiter mit dem positiven Ding.
00:12:46: Gibt es einen Lieblingsplatz hier im Haus für
00:12:49: Sie?
00:12:49: Ja, um bei mir auf der Etage am Tisch mittags zum Kaffee trinken und später unsere Spiele die wir in der Woche machen.
00:12:57: Das Mitwas ist Kniffel heute z.B.
00:13:01: Bingo und morgen Kegeln.
00:13:05: Da freue ich mich immer drauf und ich sitze auch gerne mit einem Tisch.
00:13:11: Wir unterhalten uns gerne, lachen viel und so weiter.
00:13:15: Erzählen wir uns natürlich auch unsere Probleme und so sieht das eben aus.
00:13:19: Das ist mein Lieblingsplatz da.
00:13:21: Sehr schön!
00:13:22: Wie sieht es bei den anderen
00:13:23: aus?
00:13:24: Lieblungsplatz ist der Garten.
00:13:26: Ist der Gaten?
00:13:27: Ja.
00:13:29: Sobald das Wetter ist zu lösen, bin ich draußen.
00:13:33: Der Garten ist auch wirklich schön hier.
00:13:37: Bei Ihnen, Frau Schmidt, haben Sie auch ein Lieblinsplatz?
00:13:39: Ich habe
00:13:39: da hinten... Wenn Sie jetzt rauskommen, gehen nach hinten.
00:13:44: Da ist eine wunderschöne Bank und da setze ich mich gerne hin.
00:13:48: Da habe ich meine
00:13:49: Ruhe.
00:13:49: Kann man nachdenken und den Kopf einmal...
00:13:52: Das ist ein schöner
00:13:53: Scheiß!
00:13:55: Sie sind ja morgens an dem Platz?
00:13:57: Wir sitzen morgens.
00:13:58: Und ich?
00:13:59: Nachmittags.
00:14:00: Haben sich quasi abgesprochen.
00:14:02: Nein, gar nicht nein.
00:14:04: Der Schiff hat nur damals
00:14:05: gefragt,
00:14:06: als das umgestellt wurde Sollen wir da eine Bank hinsetzen?
00:14:10: Das ist vernünftig gewesen.
00:14:12: Das habe ich begehrt, setzten sich auch
00:14:15: da drauf.
00:14:16: Jawoll!
00:14:16: Wir haben nämlich immer Stühle geholt aber jetzt ist ja die Bank das ganze Jahr übertragen.
00:14:21: Ja, genau.
00:14:23: Da kann man sich... Auch Winter-Tag
00:14:26: wenn die Sonne scheint gut
00:14:29: hinsitzen.
00:14:31: Sehr schön.
00:14:32: Jetzt habe ich sie gefragt was ihr Lieblingsplatz im Haus ist.
00:14:35: Gibt es denn noch etwas?
00:14:36: sehr verrückt ist, dass Sie hier schon mal getan
00:14:39: haben.
00:14:39: Ja!
00:14:41: Herr Ludwig ganz klares ja erzählen sie uns das gerne.
00:14:45: Ich konnte
00:14:46: kaum am Rollator
00:14:48: stehen.
00:14:50: da habe ich aus Unsinn zu einer Fliegerin hier gesagt, die ich hatte
00:14:56: bei Karneval
00:14:57: trage ich mich bei Ihnen in die Tanzplatte
00:15:00: ein
00:15:01: und da Karneval auch zu mir gekommen hat gesagt, jetzt müssen wir tanzen.
00:15:08: Und hab ich zu ihr gesagt, tun Sie mir nur einen Gefallen und halten mich fest!
00:15:14: Da bin ich nicht gut fallt.
00:15:16: Dann sagt sie, glaubst du vielleicht?
00:15:19: Ich möchte mit Ihnen unten am Boden liegen...
00:15:23: ...und die anderen
00:15:23: lachen.
00:15:25: Und dann auf hinten
00:15:26: und dann
00:15:27: nur so ein bisschen gewippt aber immerhin.
00:15:31: Doch das war schön.
00:15:33: Die anderen haben mehr gelacht als
00:15:35: wir.".
00:15:35: Sehr schön!
00:15:38: Dann die letzte Frage
00:15:40: für heute,
00:15:41: was würden Sie jemandem sagen der Angst davor hat einmal selbst hier zu leben?
00:15:48: Ich würde versuchen demjenigen die Angst zu nehmen darauf einzureden dass er keine Angst zu haben braucht hierzuleben und dass alles für ihn getan wird egal was es ist.
00:16:01: Ja, sehe ich auch so.
00:16:03: Man muss ja auf denjenigen dann auch eingehen.
00:16:08: Herr Ludwig, haben Sie noch was?
00:16:10: Ich würde Ihnen fragen warum dieser Mensch in jungen Jahren in eine Jugendgruppe gegangen
00:16:18: ist.
00:16:19: Weil er mit gleicher Erträge zusammen sein mochte und wenn er jetzt das Alter erreicht hat Warum geht der denn nicht dahin ins Altersheim?
00:16:30: Sehr gute Frage.
00:16:34: Ja, ich komme ja aus der DDR und als... Ich bin dort aufgewachsen und ich war in den... Ich weiß nicht ob Sie das wissen.
00:16:43: so dieses ganze Gehabel da drüben mit dem jungen Pionieren und nachher mit dem FTJ Das ist alles in einer DDR gewesen Und das waren Organisationen Kinder Und nachher etwas älteren, die FDJ.
00:17:01: Ja?
00:17:02: Also ... Nee!
00:17:04: Ist nix gewesen.
00:17:06: Darum bin ich eigentlich auch hier rüber gekommen, in den Jahr onehundsechzig.
00:17:10: Und hier würden Sie sagen fühlen sie sich wohl
00:17:12: ja
00:17:14: sehr schön.
00:17:15: Dann sind wir jetzt schon am Ende unserer heutigen Folge.
00:17:19: Ich danke Ihnen für Ihre Offenheit Danke dass Sie da waren Und vielen Dank fürs Zuhören.
00:17:25: Bleiben oder werden Sie gesund und freuen sie sich jetzt schon auf unsere nächste Folge?
00:17:29: Dann mit dem Thema Tagespflege vs.
00:17:31: Seniorenheim, mit unserer Kollegin Tanja und unseren Kolleginnen und Gästen aus der Tagespflegen!
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