"Mitreden statt Meckern" - Der Bewohnerbeirat
Shownotes
In unserer neuen Staffel und neuen Folge sprechen wir mit den Bewohnerinnen und Bewohnern über die Aufgaben des Beirats und die Zusammenarbeit im Haus. Außerdem geht es um Wünsche und Anliegen der Bewohnerinnen und Bewohner, Herausforderungen im Alltag und darum, welche Themen der Beirat in Zukunft angehen möchte. Eine spannende Folge mit persönlichen Einblicken und offenen Gesprächen rund um Mitbestimmung und Gemeinschaft.
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00:00:14: Hallo zusammen und herzlich willkommen zu einer neuen Folge Neues aus dem Fuchsbau.
00:00:18: Freuen Sie sich mit uns auf ein weiteres Jahr voll spannender Themen und interessanten Gästen!
00:00:23: Ich bin Tanja, eine der neuen Stimmen unseres Podcasts und wünsche Ihnen jetzt viel Spaß und gute Unterhaltung bei unserem heutigen Thema Bewohnerbeirat Machen statt Wotzen.
00:00:34: Hierzu begrüße ich herzlich Frau Hausling.
00:00:38: Herr Ludwig?
00:00:40: Und Herrn Baukade?
00:00:42: Herr Ludwig, herzlichen Glückwunsch zur Wiederwahl in dem Bewohnerbeirat und auch zu Wiederwahlen zum Vorsitzenden des Bewohner-Beirats.
00:00:50: Was macht der Bewohner Beirat oder können Sie uns erklären was der Bewunderbeiraat überhaupt ist?
00:00:57: Der Bewohner beirat hat im Grunde nichts zu sagen sondern sollte zuhören was die Bewohner bewegt und versuchen die entsprechenden Vorgesetzten dahin zu bringen, die Wünsche unserer Bewohner aufzunehmen.
00:01:19: Okay Herr Bauchherr Gehieden auch herzlichen Glückwunsch zur Wahl in dem Bewohnerbeirat.
00:01:24: Sie sind ja
00:01:25: ein Neuling
00:01:26: Danke.
00:01:27: Was hat sie dazu bewogen sich überhaupt aufstellen zu lassen für den Beirat?
00:01:30: Natürlich hatte mich angesprochen ob ich Interesse daran hätte und ich habe gesagt Ja Ich habe direkt eine Frage hier zu der Einladung.
00:01:46: Ich würde das anders schreiben, sondern mitreden und mecken.
00:01:50: Weil es ja sehr viele Leute, die sich selbst gerne reden, selbst gerne meckern hören!
00:01:56: Und ich finde dass der Beirat solche Leuten oder solchen Leuten einfach nur zuhört,
00:02:06: waschen
00:02:06: können
00:02:07: und dass sie hinterher zufrieden sind, dass sie einen gehabt haben, dem ich mir ordentlich die Meinung sagen konnte.
00:02:14: Sofern wie so ein Kummerkasten gereinigt ist?
00:02:16: Richtig!
00:02:16: Und wenn das so ausgeht dann finde ich schon die Tätigkeit im Beirat gut.
00:02:24: Frau Horselung Sie haben sich bewusst gegen eine Kandidatur für den Beirats entschieden.
00:02:29: Was denken Sie?
00:02:30: woran liegt es, dass viele sich davor scheuen sich überhaupt aufstellen zu lassen?
00:02:34: Ich finde das ist eine sehr undankbare Aufgabe im Beirat zu sein, vor allen Dingen jener dem an was man für Fragen bekommt und was man dann weiter leiten muss.
00:02:45: Und ich habe immer das Gefühl, man erreicht damit nichts, kann vielleicht falsch liegen.
00:02:52: Das kann sich der Herr Ludwig direkt beantworten?
00:02:55: Ich kann Ihnen zum Beispiel
00:02:57: ein
00:02:59: Beispiel nennen wo eine Brunnerin zu mir gekommen ist und hat gemeint Ihr Zimmer würde überhaupt nicht sauber gemacht.
00:03:11: Sie lief barfuß wie aufs Sand und ich habe dann die entsprechende
00:03:19: reinemache
00:03:20: Frau angesprochen, hab ihr das gesagt?
00:03:24: Und daraufhin hat sie gesagt, sie will sofort sich das Zimmer anschauen!
00:03:31: Anschließend war die Bewohnerin glücklich Es ist sauber gemacht worden, es war alles in
00:03:39: Ordnung.
00:03:41: Wie läuft so die Zusammenarbeit in dem Beirat als auch mit den verschiedenen Bereichen hier im Haus?
00:03:47: Klappt das reibungslos oder... Ja
00:03:51: an für sich ja kann man sagen dass es reibungselos ist.
00:03:55: Man
00:03:55: hat mir gesagt wer fürs Personal zuständig ist Wer für die Wäscherei und für die Küche zuständig Und an die Leute wende ich mich oder wenn es nur, wenn nicht ist oder gewünscht wird von den Mitgliedern des Beirates.
00:04:14: Dann laden wir die Personen ein und auf unserer Sitzung wird sie dann mit Fragen und entsprechenden Notständen konfrontiert
00:04:29: Und die Umsetzung ihrer Wünsche und Anliegen läuft dann auch reibungslos.
00:04:33: Die werden gut umgesetzt?
00:04:35: Ja, man holpert es,
00:04:38: muss man
00:04:38: noch mal da fragen und die Sache
00:04:42: nochmal
00:04:44: besprechen und dann geht das ab.
00:04:47: Im Grunde genommen bin ich zufrieden.
00:04:52: Wie können die Bewohner in Kontakt mit dem Beirat treten?
00:04:55: Gibt's da Sprechstunden oder...?
00:04:57: Nein, es gibt keine Sprechstunden.
00:05:01: Wir werden so unter der Woche angesprochen und
00:05:06: viele
00:05:08: meinen natürlich sie müssen wie er wie der Kollege schon sagte Sie müssen mal Ihren Ärger loswerden und schimpfen.
00:05:18: dann wenn man zuhört ist schon viel ist schon das meiste getan und vieles kann
00:05:26: man auch auf
00:05:28: kurzem Wege dann
00:05:30: abstellen.
00:05:32: Wir haben ja hier oben dieses Bild hängen mit den Köpfen von uns drauf, da steht auch weichen dass wir ansprechbar sind für alle Leute.
00:05:43: Frage ich natürlich was passiert mit den Leuten die erst gar nicht runter kommen zum Essen?
00:05:48: Die eben nur auf ihrer Station bleiben?
00:05:51: Das kann man da machen.
00:05:52: Wer vielleicht was, was auch innerhalb des Beirats dann überlegen müssen oder mit dem sozialen Dienst, sprich mit uns dann zusammen, dass man eine Lösung findet?
00:06:02: Ja!
00:06:03: Und wir als Bindeglied vielleicht ein bisschen fungieren wenn wir merken, da oben hat wer ein Problem das man den Bewohner von der gleichen Etage, der im Beirat ist, sagt gehen sie doch mal bei Frau Herr XY vorbei die hatten Anliegen Aber das wäre ja vielleicht etwas, was im Beirat noch besprochen würde.
00:06:22: Oder dass man sich von einem Personalmenschen durch die Abtale geführt wird und zu sagen Das ist ein neuer Mann oder eine neue Frau im Beiraat.
00:06:36: Etage so und so etage
00:06:38: so ... Ja, das könnte man so machen!
00:06:44: Wie werden die Bewohner hier im Haus generell über die Arbeit des Beirats informiert?
00:06:48: Sie sitzen ja da einmal im Monat in ihrem Kämmerlein und besprechen Sachen.
00:06:53: Wie erfahren die Bewoner davon, was sie da so besprechen oder ob sie noch Kaffee trinken?
00:06:58: Man weiß es ja nicht!
00:06:59: Ich
00:06:59: habe noch keine Ahnung ich bin ja selbst neu da drin also da kann ich gar nichts zu sagen.
00:07:05: Einmal im Jahr gibt es eine Bewohnerversammlung wo nur Bewohner sind, wo zwar der Chef den notwendig das eine oder andere mal sagt.
00:07:19: Aber ansonsten sind nur die Bewohner und wir vom Beirat berichten über unsere Tätigkeit eben vergangenen Jahr.
00:07:30: Und da könnten dann auch Bewohner noch irgendwie neuere Anregungen bringen?
00:07:33: Oder meckern?
00:07:36: Ich habe
00:07:36: es im vergangenem Jahr so gemacht dass ich vorgetragen habe über welche Themen wir uns unterhalten haben und was abgestellt wurde.
00:07:47: Und habe anschließend zum Schluss zur Diskussion gebeten, in diesem Jahr werde ich so machen nach jedem Thema bitten etwas dazu zu sagen.
00:08:01: Denn ich bin sicher dass manche Bewohner den Anfang nicht mehr
00:08:07: So genau dann wissen?
00:08:08: Nur
00:08:09: so genau wissen und deswegen keine
00:08:12: Fragen mehr stellen.
00:08:15: Frau Horsling, haben Sie als Bewohnerin des Hauses das Gefühl vom Beirat gut vertreten zu werden?
00:08:21: Wenn ja warum?
00:08:22: wenn nein Warum?
00:08:23: Ja ich hatte bis jetzt noch kein Problem dass sich da irgendwie auf den zugehen musste.
00:08:29: Bis jetzt konnte ich das immer noch alleine erledigen wenn ich Probleme hatte die ich auch hatte.
00:08:35: Das ging dann um Rechnung
00:08:37: Und dann gehen sie selber zu den entsprechenden
00:08:40: Kollegen
00:08:41: und
00:08:42: regeln das noch.
00:08:42: Aber irgendwann kommt es vielleicht auch, wo ich's nicht mehr kann.
00:08:46: Im Moment geht es noch.
00:08:48: Wenn ich mal ein Beispiel rinde auf Nachts wurde ich angesprochen dass die Leute nachts leise wie die Mäuse reinkommen und dann aber rausgehen und die Türen schlagen.
00:09:04: und darüber ist gesprochen worden Und ich muss... Ich kann nur von meiner Person sprechen.
00:09:11: Ich höre nicht, wann die kommen und ich höre auch nicht!
00:09:15: Wann sie gehen?
00:09:16: Die machen die Türen leise zu.
00:09:19: Ich hör es noch wenn ich wach bin.
00:09:20: Dann höre ich zwar nicht, wenn sie
00:09:22: reinkommen, dann
00:09:23: machen Sie das Licht an und anschließend gucken Sie um die Ecke und ich stehe mich dann schlafend und dann wird anständig richtig zugeknallt und da wird man erst recht
00:09:32: wahr.
00:09:33: Ja
00:09:33: aber
00:09:34: äh... Da sollen schon wir Die entsprechenden Leute drauf ansprechen.
00:09:38: Ich spreche
00:09:39: die auch darauf
00:09:39: an
00:09:39: und habe gesagt, ich hab das mitgekriegt und sie möchten doch bitte leise
00:09:43: die Hütte machen.
00:09:44: Aber passiert nichts?
00:09:45: Doch!
00:09:47: Jetzt geht es.
00:09:48: Sind
00:09:49: Sie?
00:09:50: Ja sind Sie ganz verwundert, dass ich das mit gekriegt habe.
00:09:53: Ich hätte noch geschlafen hier.
00:09:54: Ich sag' ich habe nicht geschlafend
00:09:55: gestellt.
00:09:55: Ja aber durch das Zuwachen der Türe sind wir richtig wach
00:09:59: geworden.
00:10:00: Können Sie oder dürfen Sie uns überhaupt verraten welche Themen Sie in Zukunft angehen wollen?
00:10:07: Es ist immer so, dass die Bewohner zu uns kommen und sich beklagen oder aber Vorschläge machen, die dann in unserem Kreis gesprochen werden.
00:10:26: Sie haben jetzt im Moment kein aktuelles Thema, was sie sagen?
00:10:28: Da arbeiten wir dran oder das wünschen wir uns oder wie auch immer.
00:10:35: Ja, wir hatten zwei Themen.
00:10:37: Die habe ich ja vorgebracht mit der konstituierenden Sitzung.
00:10:44: Das waren die Vorhänge und das war das Thema Bus.
00:10:48: Ja, die sind dann ...
00:10:50: Vorhängen sind am nächsten Tag gewaschen worden auf unserer Hit.
00:10:54: Das
00:10:54: ging doch mal schnell!
00:10:56: Aber nicht im Zimmer?
00:10:58: Also groß ist die Waschmaschine ja nicht.
00:10:59: Man
00:11:00: muss sich hier aufteilen lassen.
00:11:01: Frau Hosee können Sie uns sagen warum sie sich bewusst Sie für sich entschieden haben, ich will da nicht beitreten.
00:11:09: Ist denn zu viel Arbeit?
00:11:10: Zu viel Verantwortung?
00:11:11: oder wie sie gesagt haben, das bringt alles nix in meinen Augen?
00:11:15: Ich hatte eigentlich gar kein Interesse.
00:11:18: Keine.
00:11:18: Du wolltest lieber ihre Ruhe haben und nicht groß mit den Belangen der anderen rumschlagen.
00:11:23: Dann hat
00:11:24: eine Frage jetzt mit dem Essen.
00:11:25: Essen ist vermehrt gehen ja die Leute nach oben holen sich essen und gehen nach oben.
00:11:31: Das
00:11:31: ist Sache vom Koch, habe ich den Koch darauf angesprochen.
00:11:39: Der ist für die Mannschaft da unten verantwortlich und wenn jemand sich unten Essen holt und dann damit nach oben geht das ist Sache von Koch, nicht die Sache vom Beirat.
00:11:52: Ach so!
00:11:54: Da ist ja eine betreffende Person, die ist hier und dann noch ne Portion rumgeht er mit nach oben.
00:12:00: Ja, da muss sich der Koch drum kümmern und sein Personal.
00:12:04: Und nicht so ... Wir können ihn nur drauf aufmachen zu machen.
00:12:09: Sie sind nur dafür da, dass es, wenn's untereinander unter den Bewohnern Probleme gibt, Theater, Streitigkeiten, was auch immer?
00:12:16: Dass man da ein bisschen streitschlichter
00:12:19: dienst.
00:12:20: Streitigkeit, Wunderung, ich hoffe.
00:12:23: Es gibt eben schon Leute die beklagen sich über das eine oder das
00:12:27: andere.
00:12:29: Dann muss man mit den entsprechenden Personen sprechen, zum Beispiel in der Küche.
00:12:37: Mit dem Koch sprechen und versuchen das abzustellen.
00:12:42: Wir haben nicht die Möglichkeit einzugreifen.
00:12:47: Ich kann den Koch darauf aufmerksam machen, er ist unten für sein Restaurant verantwortlich dass da kein Handy benutzt wird.
00:12:58: Aber es gibt zwei Leute, die
00:13:01: halten sich da nicht dran.
00:13:02: Die halten sich daran nicht.
00:13:04: und dann habe ich denke auch wiederholt drauf angesprochen.
00:13:07: Da sagt das kann ich Ihnen heute sagen morgen haben sie's vergessen.
00:13:12: also Ich kann nicht verstehen dass die leute so vergesslich sind.
00:13:15: ja Und ein generelles Handyverbot im Restaurant wird von der Geschäftsführung abgelehnt.
00:13:24: werden denn alle beschwerden gleich
00:13:28: aufgenommen
00:13:28: von den Bewohner bei Rad, weil es gibt ja überall auch eigentlich immer die gleichen Mopperköppe.
00:13:35: Wir nehmen sie alle Themen gleich ernst.
00:13:36: oder wenn dann eine gewisse Person zum X-Ten mal kommt und wieder irgendwas zu meckern hat, denken Sie da manchmal vielleicht auch so, oh nee nicht die schon wieder?
00:13:46: Nein das geschieht wertfrei Und Es wird in der Runde immer besprochen
00:13:56: Ob man's dann weitergibt an
00:13:57: Ja
00:13:58: oder auch man es einfach dabei belässt.
00:14:00: Auf sinnvoll ist das weiterzugeben, ja?
00:14:03: Bisher haben wir uns immer weitergegeben.
00:14:05: In der Meinung, wir sehen nicht zum Kaffee trinken hierhin, sondern wir wollen die Probleme, die an unserer Angetragenen entsprechen bei Arbeit.
00:14:17: Richtig!
00:14:17: Dann
00:14:18: war eigentlich jetzt ein schöner Schlusssatz von Ihnen.
00:14:22: Ja dann würde ich sagen vielen Dank dass Sie drei da waren.
00:14:26: Ich wünsche Ihnen beiden vom Beirat viel Erfolg und gutes Gelingen für die nächsten zwei Jahre.
00:14:31: Danke!
00:14:32: Vielen Dank fürs Zuhören, bleiben oder werden Sie gesund?
00:14:35: Und freuen sie sich jetzt schon auf unsere nächste Folge.
00:14:38: dann zu dem Thema Dating mit unserer Kollegin Junzu.
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